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Osterausstellung 2011 6

Das Turopolje Schwein


Der „Dalmatiner“ unter den Schweinerassen stammt aus Kroatien, ist mittelgroß mit der Grundfarbe blond (d. h. weiß bis grau), darauf kleinere und größere schwarze Flecken in verschiedener Anzahl über ganzen Körper verteilt (bis zu 7 auf jeder Seite). Die Borsten dicht am ganzen Körper sind von gleichmäßiger Stärke und gewöhnlich gerade und glatt anliegend, gelegentlich leicht gekraust.

Das Turopolje Schwein ist spätreif ( 1 ¾ Jahre). Sauen sollten mit 1 bis 1 ½ Jahren gedeckt werden und bringen in 2 Jahren 3 Würfe zu je ca. 6 Ferkel. In der Mast nehmen die Tiere pro 100 kg Futter ca. 20 kg zu, das Gesamtgewicht liegt bei bis zu 250 kg. Das Fleisch ist fettarm und gut für Dauerwaren, der Speck fest und kernig.
Das Turopolje Schwein ist vermutlich über die Kreuzung aus Siska- und schwarzen englischen Schweinen (Leicester?) entstanden, welche unter Maria Theresia 1777 eingeführt wurden. In den folgenden 130 Jahren soll keine fremde Rasse ins Zuchtgebiet gebracht worden sein, so dass 1911 die Turopolje Schweine schon als selbständige Rasse angesehen wurden.

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Aufgrund der Wirtschaftsform über Hütehaltung ist allerdings der Einfluss des Syrmischen Mangalitza Schweins möglich, wofür die vereinzelt vorkommende Kräuselung der Borsten spricht.Prof. Caput von der Uni Zagreb gab 1991 die Anzahl der Turopolje mit ca. 100 - 150 Tieren an.
Durch indirekte Kriegsfolgen (Wilderei etc.) ist in der folgenden Zeit der Bestand (Saveauen bei Sisac) auf ca. 20 - 30 Stück zurückgegangen.

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Im Dezember 1993 gab es nur noch einen einzigen alten Schweinehirten. Er musste die Tiere aus Sicherheitsgründen im Stall halten, bei unzumutbaren Kosten (bei Weidegang bekommt jedes Tier nur 2 Maiskolben täglich).




Auf Initiative von SAVE (europäischen Organisation zur Sicherung der landwirtschaftlichen Artenvielfalt in Europa) und Euronatur wurde versucht, für die Züchter einen Halterbeitrag auszuzahlen, um die Population vor Ort zu fördern.Bei Kontaktaufnahme mit offiziellen kroatischen Stellen ist man auch dort auf die Problematik aufmerksam geworden, hat die Turopolje zur gefährdeten nationalen Rasse erklärt und in ein staatliches Förderungsprogramm aufgenommen.


Als zusätzliche Erhaltungsmaßnahme wurde 1994 eine Zuchtgruppe von 3 Ebern und 3 Sauen vor Ort angekauft. einige der Tiere kamen schließlich nach Österreich, was ohne die Mithilfe von Dr. Pechlaner, Tiergarten Schönbrunn, Wien, kaum möglich gewesen wäre. Mittlerweile wird die Rasse im ÖPUL-Programm gefördert und es gibt in Österreich über 60 Züchter, die sich um die Erhaltung dieser Schweinerasse bemühen.
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